Stiftungstreffen 2025
„Träume motivieren uns, zu helfen“
450 Gäste, zwei Preisträger und ein Poetry-Slammer, der Worte in Kunst verwandelte: Die Haspa Hamburg Stiftung feierte ihr 20-jähriges Jubiläum.
Es war ein Abend, der alles bot: Unterhaltung, Humor, Gespräche, Verköstigungen – und ganz viel Herz. Am 17. Oktober 2025 feierte die Haspa Hamburg Stiftung in der Hamburger Handelskammer ihr 20-jähriges Bestehen. Rund 450 Gäste waren zum traditionellen Stiftungstreffen in den ehrwürdigen Börsensaal geströmt, der festlich-elegant im weiß-roten Gewand erstrahlte. Er stimmte ein auf eine Festivität, die in besonderer Erinnerung bleiben sollte.
Cornelia Poletto und Yared Dibaba, Mitglieder des Kuratoriums, führten durch das Programm, das mit Tempo begann. „I think of what the world could be, a vision of the one I see“, gaben die Ensemblemitglieder der Stage School Hamburg den Filmsong „A Million Dreams“ zum Besten. „Eine echte Hommage an visionäre Menschen und ihre Mission“, sagte Dr. Harald Vogelsang, Vorstandsvorsitzender der Haspa Hamburg Stiftung, in seiner Eröffnungsrede. Und spann den Gedanken gleich weiter: „Träume motivieren uns, zu helfen. Wenn wir helfen, setzen wir etwas von dem um, was wir uns erträumen.“
Freie Stadt – Verantwortung für sich und andere
Der Ehrengast des Abends, Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, betonte in seiner Ansprache an das Publikum die besondere Kultur des Helfens in der Hansestadt. „Hamburg hat sich in seiner jahrhundertelangen Geschichte immer als Freie Stadtrepublik, als eine Stadt freier Bürgerinnen und Bürger gesehen“, so Tschentscher. Das Gegenstück der Freiheit seien die Verantwortung und das Engagement der Menschen, sich selbst um ihre Stadt, das Gemeinwohl und die öffentlichen Anliegen zu kümmern.
Gleich mehrere Organisationen gaben den Stiftern an ihren Marktständen Impulse, wohin ihr Engagement künftig fließen könnte. Darunter die Budnianer Hilfe, das Palliativ Care Team (KinderPaCT) und Der Hafen hilft!. „Unser Thema ‚Trauerbegleitung‘ ist angesichts der Feierlichkeiten natürlich schwer“, gibt Sandra Doumbia vom KinderPaCT zu. „Wir hoffen dennoch auf Spenden in naher Zukunft für schwer erkrankte Kinder und ihre Familien“, lautet der Appell der Krankenschwester.
»Das Gegenstück der Freiheit sind die Verantwortung und das Engagement der Menschen, sich selbst um ihre Stadt, das Gemeinwohl und die öffentlichen Anliegen zu kümmern.«
Dr. Peter Tschentscher
Wortakrobatik vom Feinsten
Höhepunkte gab es viele an diesem stimmungsvollen Abend. Dem Applaus nach zu urteilen waren die Verleihung des Karl-Joachim-Dreyer-Preises (siehe Bericht unten) und der dynamische Auftritt von Poetry-Slammer Lars Ruppel (s. rechts) zwei davon. Mit treffenden Worten und feinem Humor gelang es dem Improvisationskünstler, die Essenz des Stiftens auf den Punkt zu bringen. Er brachte den Saal zum Lachen und zum Nachdenken. Hatte er wirklich bis zur letzten Sekunde an seinem Gedicht gefeilt?, fragten sich viele angesichts der aktuellen Bezüge in seiner Darbietung zu vorangegangenen Gesprächen. Live-Kunst vom Feinsten sozusagen? Ein Auszug: „… Diese Welt braucht Ideen und Ideen einen Raum. Braucht Menschen mit Weitsicht, mit Tatkraft und Traum, die sich Verantwortung nehmen, um sie ein wenig zu tragen. Deren Herzen für immer in Stiftungen schlagen. Deren Namen und Werte ein Echo erzeugen. Die aufstehen und sich nicht diesem Ist-Zustand beugen …“
„Ich hatte richtig Gänsehaut“, schwärmte etwa Andrea Meyer. „So schön war ein Rahmenprogramm noch nie“, zeigte sich die Besucherin nach dem Vortrag begeistert.
Ein Überraschungsbonbon noch zum Schluss: „Herr Dr. Dreyer braucht auch ein Denkmal“, schmunzelte Frederik Braun, Kuratoriumsmitglied und Gründer des Miniaturwunderlands, und überreichte Dr. Karl-Joachim Dreyer ein maßstabsgetreues Modell eines Standes der Haspa Hamburg Stiftung samt kleiner Dreyer-Figur. Die beiden winzigen Kunstwerke stehen im Miniaturwunderland auf dem Platz vor der Elbphilharmonie – als sichtbares Symbol dafür, dass Stiften Spaß macht und Hamburgs Herz für das Gemeinwohl schlägt.