So sehen Preisträger aus: Herbert Buhk (Mitte) sowie Niels und Jan Henrik Hellwege (3. und 2. v. r.)
Karl-Joachim-Dreyer-Preis 2025
Wer im Südosten Hamburgs in den Vierlanden spazieren geht, staunt über bunt bemalte Verteilerkästen und Bushaltestellen. Kunstvoll verziert wurden sie auf Initiative von Bärbel-Marlen und Herbert Buhk. Doch das sei nicht alles, was die Buhks – ehemalige Blumengroßhändler – für ihre Heimatregion tun, verriet Dr. Olaf Oesterhelweg bei seiner Laudatio. Mit ihrer VierlandenStiftung – unsere Heimat bepflanzen sie auch Verkehrsinseln oder verschönern Sitzgelegenheiten: Bereits mehr als 130 Projekte hat das Ehepaar zwischen Alten- und Neuengamme umgesetzt. Das Ziel der beiden: den Charakter ihrer Heimat zu erhalten, „auf eine ganz besondere Art und Weise“, wie Oesterhelweg beschrieb. Dafür erhielten sie beim Stiftungstreffen den mit 10.000 Euro dotierten Karl-Joachim-Dreyer-Preis.
Gegründet aus dem Schmerz heraus
Auch Niels Hellwege und sein Sohn Jan Henrik Hellwege durften den Preis entgegennehmen. Hinter der Gründung ihrer Anna Hellwege Stiftung „steckt leider keine Geschichte über Heimatliebe – sondern ein unfassbar schmerzhaftes Verbrechen“, sagte Oesterhelweg. Am 16. Oktober 2006 wurde ihre Tochter und Schwester, Anna Hellwege, von ihrem Lebensgefährten ermordet. „Wir wollten sie nicht vergessen, sondern in die Ewigkeit tragen“, sprach Niels Hellwege ins Mikrofon. Die Stiftung habe bisher rund 600.000 Euro an 80 Organisationen gespendet, die sich vor allem gegen Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen einsetzen.