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Angelina Meinecke Stiftung

Der Tierethik verschrieben

Tierliebe und Taubenplage? Passt für Dr. Angela-Birgit Maass nicht. Es gibt für alles eine gute Lösung

Ein fairer Umgang mit Tieren – das liegt Dr. Angela-Birgit Maass am Herzen. Mit ihrer 2023 gegründeten Stiftung schiebt sie grundlegende Veränderungen an

Es gibt Geschehnisse in der Kindheit, die lassen einen nie wieder los. Als Dr. Angela-Birgit Maass etwa acht Jahre alt war, beobachtete sie beim Tierarzt einen schwer verletzten Hund, der sichtlich litt. „Tiere können keine Schmerzen empfinden“, sagten die Erwachsenen um sie herum. Doch das überzeugte sie nicht. Was sie als Kind schon spürte, ist längst wissenschaftlich belegt. Dr. Maass: „Tiere leiden, fühlen und verdienen unser Mitgefühl. Sie sind keine Ressourcen, sondern unsere Mitgeschöpfe.“

Tierleid sichtbar machen

Bis heute fehle diese Empathie für Tiere, es gebe sie weder in Versuchslaboren noch in der industriellen Tierhaltung, 
beklagt die Humanmedizinerin, die auch in der pharmazeutischen Forschung tätig war. Deshalb setzt ihre Stiftungsarbeit genau hier an: Angela-Birgit Maass unterstützt Projekte, die „Tierleid sichtbar 
machen, Alternativen aufzeigen und ganz konkret helfen.“

Eines dieser Projekte ist „Future Science – Das Ende der Tierversuche“ von Dokumentarfilmer Marc Pierschel. Der Film klärt über Forschungsmethoden ohne Tierversuche auf. In Zusammen-
arbeit mit dem Regisseur ist ein weiterer Film geplant, über das oft übersehene Leid von Kühen und Kälbern in der 
Milchindustrie. „Er wird gleichzeitig ein 
Appell für ein tierleidfreies Ernährungssystem“, verrät Dr. Maas, der Tierethik ein wichtiges Anliegen ist.

Mit Tieren groß geworden

Die Liebe zu Tieren und der Respekt vor allen Lebewesen wurden Dr. Angela-
Birgit Maass quasi in die Wiege gelegt. Sie wuchs mit vielen Tieren auf und hatte einen Großvater an ihrer Seite, der ihr all ihre Werte vermittelt habe, so Dr. Maass. „Er ist immer mein Vorbild geblieben.“ Und so musste sie nicht lange grübeln, als 2023 ihre Stiftung einen Namen brauchte: „Als Kind war mein Kosename Angelina, und Meinecke lautete der Nachname meines Großvaters.“ Daraus wurde die Angelina Meinecke Stiftung.

Mit dieser sucht Dr. Maas auch in 
einer reichen Stadt wie Hamburg nach praktischen Lösungen. Gemeinsam mit dem Franziskus-Tierheim treibt die Stifterin ein „verantwortungsvolles Stadttaubenmanagement“ voran. Die Idee: betreute Taubenschläge nach dem Augsburger Modell. Diese haben sich bereits in vielen Städten bewährt, um die Taubenpopulation nachhaltig und tierschutzkonform zu verringern. In den Schlägen werden die Eier der Tiere durch Attrappen ausgetauscht. Gleichzeitig erhalten sie artgerechtes Futter, sodass sie sich kaum noch auf der Straße aufhalten müssen.

Zwischen extremen Polen

Allen Tieren auf dieser Welt helfen kann die Ärztin nicht. Sie beschränke sich deshalb auf Projekte, denen sie sich persönlich verbunden fühle. Den Tierschutz 
insgesamt erlebe sie durchaus als herausforderndes Terrain: „Mit meiner Stiftung stehe ich für den wertschätzenden Dialog  – hart in der Sache, freundlich im Ton“, erklärt Dr. Maass.

Ihr Appell: „Wer diesen Weg mitgehen möchte, kann direkt mit mir in Kontakt treten, um als Mitstifterin oder Mitstifter gemeinsam noch mehr Wirkung zu erzielen.“